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Khoton Nuur und das Militaer     

Am Sonntag Nachmittag brachen wir in dem Pick-Up mit aufgeladenem Campinghaus (sieht mehr als komisch aus) auf. Sehr komfortabel gefedert gings Rrichtung Khoton Nuur, den See, an den alle Touristen wollen :-D

Es ging über Stock und Stein und wir hatten eine Menge Spaß. BIS wir ein Geräusch hörten. Wir hielten an und natürlich hatten wir einen Plattfuß. Seitlich an der Reifenflanke war ein Schnitt. Ein Stein hatte den Reifen aufgeschnitten. Wir versuchten erst ihn zu flicken, aber aufgrund der Länge schafften wir es nicht.

Nun wurde es aufwendig. Das Haus musste runter vom Pick-Up. Auf Stelzen und extrem wackelig manoevrierten wir das Auto langsam vom stehendem Haus weg. Nun konnte. wir den Ersatzreifen unterm Heck hervorholen und nach 20 Minuten hatte unser Gefährt wieder 4 intakte Räder. Hoffentlich bis unser Tripp wieder vorbei war :-D Achja: es regnete, seit wir losgefahren waren.

Die ganze Aktion dauerte einige Zeit und so wurde es schön langsam Dunkel. Wir fuhren von der Straße weg auf einen Hügel und schlugen unser erstes Lager auf.

Heiß! Ich wachte in meinem Zelt auf und schwitzte. Aus dem Zelt krabbelnd, sah ich auch warum. Sonne, blauer Himmel. Heute konnten wir den Fuß begutachten, den wir beim erreichen des Schlafplatzes opfern mussten. Eine Kuhle war zu tief, der Fuß setzte auf und verbog sich ordentlich. Das musste bis Olgii warten.

Wir erreichten das Dorf Tsengel. Wir sahen lange Zeit nichts. Das Navi sagte uns 500 Meter. Und plötzlich tauchte es hinter einem Hügel auf und alle 5 im Auto gaben ein WOW von sich. Wir stockten unsere Biervorräte auf und kauften auch etwas Essen.

Dann fanden wir einen wunderbaren Platz östlich der Stadt am Fluss. Es gab Bäume und wir sammelten Feuerholz. Selbstgefangener Fisch sollte auf die Speisekarte, aber diese Idee verwarfen wir recht schnell wieder. Doch wieder nur Pasta. Ich "fällte" einen armdicken toten Baum mit Messer und Stein. Der sollte für den Abend reichen.

Im Schein des Feuers genossen wir den Sternenhimmel und gingen anschließend ins Bett.

Jetzt wurde es Offroad. Bergab, Bergauf, Extrem schräg und immer Angst mit dem Haus umzukippen, fuhren, oder besser, kämpften wir uns vorwärts. Es waren nur 60 Kilometer, aber wir sollten den ganzen Tag brauchen.

Dafür war die Landschaft atemberaubend. Sogar Kamele sahen wir hier auf über 2000 Meter Höhe.

An der Sichtgrenze zu China angekommen (die Gipfel der Berge markierten die Grenze), hielten wir an einem Schild. Border Line. Aber die Grenze war noch gute 50 Kilometer weg. War das der Beginn des Areals, in dem man eine Permission braucht? Ansonstn wurden Strafen von bis zu 150$ aufgerufen. Wir wussten nicht weiter. Wir schlugen ersteinmal wieder unser Lager auf. Heute wollten wir dieses Schild nicht mehr passieren. Hinter einem Fluss befand sich die Grenzstation. Aber sie lag hinter dem Schild. Wir wollten zu Fuss dorthin und nachfragen, ob wir hier weiter koennen. Den Fluss überquerten wir auf dem Rücken eines großen Trucks. Quer durch den Fluss. Die Kinder hatten ihren Spaß und ich hatte soetwas sowieso auf meiner Liste stehen. Am Grenzposten angekommen konnte natürlich keiner Englisch, Französisch, Deutsch oder Russisch. Aber sie wollten unsere Passports. Wir wollten diese aber nicht hergeben und sagten, sie wären im Auto auf der anderen Seite des Flusses. Kein Problem. Zusammen mit einem Militär, fuhr Thomas zum Auto.

Unsere Pässe waren weg und uns wurde erklärt, dass wir illegal im Grenzland sind. Man kann also nicht einmal fragen, ob man jetzt hier weiter kann oder nicht. Puh! Wir waren frustiert. Und unsere Pässe waren wie gesagt weg. Wir erfuhren dann nach langen Gesprächen, dass wir 10000 zahlen mussten (bisschen mehr als 5€). OK, das war besser als 150$.

Am Auto angekommen, waren wir alle sichtlich gestresst und wir packten zusammen. Zurück gings dann wesentlich schneller. Was wir aber bereuten. Das Haus war dieser Belastung nicht gewachsen. Es macht kkrrrrik und es knickte ein bisschen zusammen. Die Möbel im inneren standen alle schief und der Boden im Eingangsbereich hing fast lose herum.

So erreichten wir Tsengel und fielen ins Bett. Mein Handy klingelte. Schlaftrunkn wusste ich ersteinmal gar nicht, was los war. Hallo? Meine Teile waren angekommen. Sie lagen schon in Öl, damit ich sie gleich einbauen konnte. Super! Jetzt mussten sie nur noch herkommen. Dann war ich wieder glücklich.

 

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