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Барнаул / Barnaul     

Auf Asphalt bemerkten wir ein Problem. Das Lenkrad vibirerte Stark bei Geschwindigkeiten ab 60 km/h. Wir vermuteten die zu kleinen Schläuche, die wir in der Mongolei einziehen haben lassen, um unseren argen Reifenverschleiss einzudämmen. 2 Reifen auf 100 Kilometer Strecke zerstört. Den spitzen Steinen sei Dank.

Das war aber noch zu einer Zeit, als wir dachten, wir würden die Mongolei durchqueren. Jetzt störten sie.

In Barnaul wollten wir die 2 kaputten Reifen gegen neue tauschen und die Schläuche entfernen. Ich machte einen Couchsurfer klar, für eine Dusche und Hilfe mit der Reifengröße. Thomas hatte in Frankreich extra eine andere Reifengröße aufziehen lassen, die angeblich auf der ganzen Welt leicht zu bekommen sei. Fehlanzeige. Im ersten großen Shop, erfuhren wir nach zig Telefonaten, dass es in ganz Barnaul diesen Reifen nicht gab. Aber in Novosibirsk. Also auf nach Novosibirsk.

Das Problem mit Städten ist, dass ich mein Zelt nicht aufschlagen kann. Und im Campingaufbau nur Platz für 4 ist. Ich versuchte also wieder einen Couchsurfer zu finden der mich für die Nacht aufnehmen könnte. Aber keiner Antwortete. War ja auch klar bei 5 Stunden Vorlauf. Normalerweise sollte man sich schon mindestens 1 Tag vorher darum kümmern.

Aber wir schaften es doch zu 5t im Häuschen unterzukommen. Die Matratze tat gut. Ein großes Kissen hatte ich mir zuvor auch im Supermarkt gegönnt. Nach 12 wunderbaren Stunden Schlaf gings dann auf Reifensuche.

Wir telefonierten mit Andrey. Einer von den mongolreisenden Russen im Jeep, die ich vor der Grenze zur Mongolei getroffen hatte. Er besaß ein Hotel in Novosibirsk und wir hofften auch auf Duschen und Essen. Aber er war auf einer Geschäftsreise in Bulgarien. Er schickte uns seinen Fahrer :-D Dieser telefonierte zusammen mit uns in einem Cafe (indem wir uns im Bad wuschen und frisch machten :-D) die halbe Stadt ab, um die Reifen zu finden.

Letztendlich fanden wir 2 Stück. Wir zogen sie auf und verließen die Stadt gen Osten gegen 8 Uhr Abends. Nachtfahrt. Da wir nichts mehr sehen konnten um einen Schlafplatz mit passender Wiese für mein Zelt zu finden, durfte ich wieder ins kuschlig warme Haus.

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