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Die Shanghaibiker und der ewig nervende Koffertraeger     

Ich hoffte auf bessere Straßen Richtung Baikonur. Diese bekam ich auch. Immer 10km perfekter neuer Asphalt und dann wieder 10km Schotter mit im Drift entgegenkommenden LKWs.

Plötzlich sah ich vor mir 2 Silhouten. Motorradähnlich. Als ich aufschloss, waren es 2 Radler voll beladen. Ich hupte, und hielt an. Von den beiden Bikern hatte mir vor 2 Tagen ein LKW Fahrer am Straßenrand erzählt.

Es waren zwei Brüder aus Deutschland, die mit ihren Fahrrädern von Berlin bis nach Shanghai unterwegs waren. (www.berlin2shanghai.com) Wir unterhielten uns und ich lud sie kurzerhand auf eine Tütensuppe noch aus Deutschland ein. Schatten gabs hier leider nirgends und so machten wir es uns neben der Straße bequem und tauschten Reisegeschichten aus.

Da sich unsre Routen überschneiden und ich in Baikonur ein paar Tage Erholung eingeplant hatte, war das sicher nicht unser letztes Treffen.

Auf dem weiteren Weg kam es dann richtig dicke. Erst verlor ich das Zelt und einen Ersatzreifen. Das Zelt fand ich schnell wieder. Nach dem Reifen suchte ich 30 Minuten vergeblich. (Mittlerweile hab ich eine russische Seite gefunden, auf der ich den gleichen Reifen bestellen kann und ich werde ihn mir nach Novosibirsk schicken lassen :-D Puh!) und wäre das nicht schon genug, gab es auf einmal einen lauten Knall und ich verlor einen Koffer und einen Kanister.

Der Kofferträger war mal wieder gebrochen. Diesmal an 2 Stellen gleichzeitig. Yeha!

Also alles runter vom Mopped und nach Autos ausschau gehalten. Das Wasser ist mir auch ausgegangen... (waren ja nur noch paar Kilometer bis Baikonur)

Da kam ein Linienbus, den ich stoppen konnte. Wir packten alles ins Gepäckabteil und ich folgte dem Bus. In einem Vorort von Baikonur (direkt hinein kommt man nur mit spezieller Erlaubnis) brachte mich der Fahrer zu seiner Werkstatt und wir schweissten den Träger und verstärkten ihn gleich. In Baikonur werden Zurrgurte gekauft, um den Träger zu entlasten. Dann sollte nichts mehr passieren.

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