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Der Weg ist das Ziel     

Mit diesem Motto machte ich mich von Budapest auf Richtung Plattensee und Balaton. Das Wetter war bewölkt, doch ab und an spaehte (habe leider keine Umlaute mehr :-D) die Sonne dahinter hervor. Es hatte auch keine 35grad mehr wie die letzten Tage, sondern angenehme 18.

Auch wenn der Plattensee nicht wirklich auf meinem Weg lag, wollte ich, wenn ich schon mal in Ungarn war dorthin. Also umrundete ich ihn am Nordufer und fuhr dann suedoestlich weiter Richtung Rumaenien. Am See selber sprach so ziemlich jeder Deutsch und auch die Werbung war auf Deutsche angepasst. Fast wie daheim am Chiemsee koennte man sich fuehlen.

18 Liter soll die Transalp Benzin im Tank haben. Unfreiwllig wurde ich eines anderen belehrt. Nach 12 Litern +- 0,5 oder 220-250km, musste ich immer auf Reserve schalten. Das tat ich wie gewohnt und begab mich auf Tankstellensuche. zur ersten, zu der ich kam, gab es kein Benzin mehr. Die zweite hatte trotz "non stop" Schild geschlossen. Und die dritte hatte auch kein Benzin mehr...  Ich tuckerte mittlerweile nur noch mit 50km/h umher um jeden Tropfen auszukosten. 290km zeigte der Tageskilometerzaehler. Bei 18 Liter duerften locker 350km drin sein, also keine panik^^ Doch bei 300 km ging der Motor aus. Ich rollte aus und erinnerte mich an eine Thread im Transalpforum in dem stand, dass man noch ein paar Milliliter rauskitzeln konnte, indem man die Maschine nach links legt. Gesagt getan und tatsachlich sprang sie wieder an. Mental sah ich mich aber trotzdem schon mit Benzinkanister umherlaufen. Aber Gott sei Dank war da eine Tankstelle, die sowohl offen, als auch Benzin hatte. Ich befuellte auch gleich die Benzinkanister mit jeweils 10 Litern, nur um sicher zu gehen, dass soetwas nicht wieder passiert.

Nach diesem Nervenkitzel suchte ich mir ein ruhiges Plaetzchen und verbrachte die erste nacht im Zelt. in der Nachte wachte ich kurz auf und stellte fest, dass es regnete (hoffentlich war das zelt dicht) und, dass ich ein Hundebellen hoerte. In Rumaenien laufen unglaublich viele Streuner herum. Das Bellen kam immer naeher, bis der Hund schliesslich vor dem Zelt stand. Er hatte aufgehoert zu bellen und beschnupperte meine Unterkunft. Er hatte aber wohl kein Interesse an mir oder an meinen Sandalen, die noch am Motorrad baumelten, denn in der Frueh war nichts kaputt oder zerbissen. Es war ein Wurfzelt, welches sich innerhalb kuerzester Zeit, naemlich in 2 Sekunden aufstellen laesst, was nach einem hartem Motorradtag unerlaesslich ist. Nicht auszudenken, wenn ich noch ein zelt aufbauen muesste.

Am naechsten Morgen ueberpruefte ich den Zeltinhalt. Alles trocken. Perfekt. Also gings auf Richtung rumaenische Grenze. Derweil zogen immer mehr Wolken zusammen und Rumaenien begruesste mich mit schwarzen Regenwolken.

Die Grenzkontrolle hingegen war sehr positiv, wie es sich fuer ein Land in der EU gehoert.
Nach nur ein paar Kilometern und den ersten eindruecken fing es wie aus Kuebeln an zu regnen. Da konnte die Textilmombi gleich zeigen, was in ihr steckt. Es blieb zwar alles dicht, aber nach 4 Stunden Dauerregen hatte ich keine Lust mehr und nistete mich in einer Pension ein.

Am naechsten Tag hatte ich einen weiten Weg vor mir. Ich wollte nicht nur nach Bukarest, sondern auch zu Draculas Schloss, ueber die Transfogarascher Hochstrasse fahren und die Transalpina befahren. Ich fuhr trocken los, doch die Wolken kuendigten nichts Gutes. Es fing an zu regnen, dann schien poetzlich die Sonne und als ich Richtung Transilvanien fuhr, zogen Nebelschwaden auf. Ganz. Vampirlike. Allerdings sanken auch die Temperaturen und langsam froestte es mich. In Bran, dem Dorf zum Vampirschloss, nahm ich wieder ein Zimmer in einer Pension und hoffte auf besseres Wetter am naechsten Tag. Frueh morgens war aber immer noch alles vernebelt. Ich hatte schon Angst, das Schloss gar nicht zu sehen. Doch ich glaube, in einer besseren stimmung kann man dass Draculaschloss nicht sehen.
Und auf weiter Richtung Hochstrasse. Diese machte mir schon leich Angst. Es lagen riessiege Felsbrocken auf der Strasse... die Steilwand hing fast schon ueber die Strasse. ploetlich stand ich vor einem Geroelhaufen. Hier gings nicht weiter. Gut, dass ich nicht schon 30 Minuten unterwegs war auf dieser Strasse. Also zurueck und einen Umweg gemacht.
Auf der Autobahn gings dann nach Bukarest. Ich wollte schliesslich noch etwas von der Stadt sehn. Das Verkehrschaos war übel. Zu allem Ueberfluss, fielen alle 4 Blinker aus. Ein heilloses Chaos und ich kommte keinen Spurwechsel ankuendigen^^ Mehr schlecht als recht, kam ich ans Hostel. Nur leider hiess es: wir sind voll. Auf dem Weg ins zweite, das weiter ausserhalb war, entschied ich mich fuer amerikanisches Sightseeing. Ich durchquerte die in Stadt mit dem Motorrad und machte mich dann auf nach Moldawien.

Etwas ausserhalb Bukarests machte ich mich am blinker zu schaffen. Nachdem dieser wieder ging,sah ich, dass das abblendlicht nicht mehr funktionierte. Nur noch Standlicht und Fernlicht. Naja sollte schon reichen. Damit beschaeftige ich mich wann anders. Langsam aber sicher verlor ich die Geduld und nach einigen Kilometern bei schoenstem Sonnenuntergang mit links und rechts endlosen Feldern, fand ich leicht abseits der Strasse eine kleine baumsammlung, unter derem Aesten ich zelten konnte.

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