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Offroadwochenende im Jeep     

Da mich der Offroadclub Tsilina zum Wochenendtrip eingeladen hatte, hatte ich jetzt mehr als genug Zeit um nichts zu tun.

Einen Tag verbrachte ich mit Disneyfilmen in Englisch. Den anderen mit einem Spaziergang durch die Stadt. Auch einen Tag in der Arbeit meines Hosts war ich dabei. Eine British School. Jeder sprach Englisch und ich konnte mich ausgiebig mit allen unterhalten. Da das Gebäude auf 22 Grad klimatisiert war, wollte ich eigentlich gar nicht mehr zurück in die Wohnung, bei 40 Grad Aussentemperatur. Ins Kino wurde ich auch noch von zwei Freunden meines Gastgebers eingeladen. Der Film war zwar auf russisch, aber da es ein Disneyfilm war, verstand ich auch so alles. Und auch noch in 3D!

Am Samstag um 3 in der Früh gings dann los. Im Mitsubishi Pickup fuhren wir zum Treffpunkt. Insgesamt 6 Fahrzeuge waren wir. Es ging einige Kilometer auf Asphalt, bis wir schließlich einfach rechts in die Steppe einbogen. Querfeldein hiess es jetzt.

Die Fahrzeuge hatten alle kein Problem damit. So kletterten wir über Felsen, fuhren durch Flüsse und beobachteten auch wilde Tiere, wie zum Beispiel eine rießige Pferdeherde.

Nach kurzer Zeit war es aber vorbei. Bei einem der Wagen war der Rahmen gebrochen und eingeknickt an der Stelle, an der die Radaufhängung sitzt. Es wurde beschlossen durch ziehen von 2 Seiten das Stück Metal einfach wieder gerade zu rücken. Also wurde auf einer Seite eine Seilwinde angebracht und auf der anderen Seite ein Abschleppseil und zwei Wagen zogen gegeneinander.

Es machte KNACKS und der Rahmen war zumindestens wieder bündig. Weiter gings nur noch auf Feldwegen, um den angeknacksten Rahmen nicht überzustrapaziern.

Ziel des Tages war ein See. Dort angekommen suchten wir einen Lagerplatz. Als dieser gefunden war, gab es im Getriebe des Wagens mit dem kaputten Rahmen ein Geräusch und es war vorbei mit den Gängen. Dieser Geländewagen fährt nicht mehr aus eigener Kraft. Mit diesem Problem wollten wir uns aber erst morgen beschäftigen.

Nachdem alle Zelte standen und das Lagerfeuer und der Grill brannten, fing es ersteinmal wie aus Kübeln an zu regnen. Das Lagerfeuer war gleich aus und der Grill wurde unter den Pavillon gestellt. So genossen wir unsere erste Runde Schaschlick und unsere, ich weiß nicht mehr wie vielte, Runde Wodka. Auf alle Fälle hatten wir schon kurz nach Fahrtbeginn damit angefangen. Jeder wollte mit dem deutschen Biker trinken und einen Toast aufsagen.

Ich machte mir derweil mehr Sorgen um mein neues Zelt. Es war ein ein Mann Zelt und machte nicht wirklich einen guten Eindruck. Wenigstens war es billig gewesen. Mein Quechua Wurfzelt hatte leider Kontakt mit dem Asphalt gehabt und war komplett zerfleddert worden.

Nachdem Der Regen dann doch mal aufgehört hatte und wir die lauwarme Nacht am Lagerfeuer genossen, gings irgendwann ins Bett. Das Zelt war innen nass. Der Schlafsack war trocken, weil er auf der Isomatte lag. OK. Wird schon nicht nochmal regnen. In der Nacht viel dann eine Seite des Zeltes in sich zusammen (es gab nur zwei Zeltstangen. Eine vorne und eine hinten. Diese standen ungeschützt im Zelt und die eine kickte ich wohl in der Nacht um) Natürlich fing es wieder an wie wild zu regnen. Jetzt stellte ich fest, dass mein Schlafsack wasserdicht war :-D So konnte ich die Nacht zwar schwimmend aber warm überstehen.

Am nächsten Tag hatte sich die Landschaft in Matsch verwandelt. Ideal um zu driften, oder sich einfach mal ungewollt zu drehen. Durch diverse Pfützen, so groß wie kleine Seen, gings wieder Richtung Astana.

Das Auto mit Getriebeschaden wurde derweil gezogen.

Kurz vor Ende wurde dann nochmal in einem Fluss gehalten und alle wuschen ihr Fahrzeug. Man durfte nämlich nicht mit dreckigem Auto nach Astana fahren. Man würde nicht durch die Stadtgrenzkontrolle kommen.

Müde und erschöpft verabschiedeten sich alle und es ging wieder Heim. Schlafsack, Isomatte und Zelt wurden zum trocknen aufgehängt und die Klamotten gingen in die Waschmaschine. Und ich, nach einer heißen Dusche, ins Bett...

2 Comments

  1. nacho

    Geile Sache
    ich geb dir nur einen tip, seh zu das du ein anderes zelt bekommst.
    das teil sieht nicht gut auch

    • Marcus

      Ach was :-D. Das is DAS outdoor-survival Zelt. Packmaß ist auch genial. Aber ja, neues Zelt liegt schon bereit.

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